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Vorkongress-Symposium

Vorkongress-Symposium “Schilddrüse” | 13.45 – 18.15 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Zeit des „Das haben wir immer so gemacht“ ist vorbei.

Das Vorkongress-Symposium ist in diesem Jahr dem – für die Nuklearmedizin wichtigen – Thema Schilddrüse gewidmet. Hier hat die Nuklearmedizin Kernkompetenzen und um diese zu erhalten muss in die Ausbildung u.a. der nachwachsenden Generation gesetzt werden. Es wird sich lohnen!

„Wenn die Nuklearmedizin als Fachgesellschaft zu einer Tumorentität eine S3-Leitlinie schreiben kann, so ist es die zum Schilddrüsenkarzinom.“ Dies war eine zentrale Aussage, die vor etwa 10 Jahren so deutlich formuliert wurde, dass wir uns auf den Weg machten, diese Leitlinie zu entwickeln. Die Arbeit war u.a. durch die Themenausdehnung beträchtlich. Nicht nur das differenzierte, sondern auch das medulläre und anaplastische Schilddrüsenkarzinom wurden in die Leitlinie integriert. Der Arbeitsumfang war größer als erwartet, der Weg war lang und konfliktbeladen. 

Wir haben schlussendlich Erfolg: es gibt eine deutsche S3-Leitlinie, die die federführenden Fachgesellschaften (DGN, DGE, DGAV mit der CAEK) mit Unterstützung vieler anderer Fachgesellschaften erstellt haben. Dem Leitlinienkoordinator, Prof. Dr. Dr. Bockisch, gilt besonderer Dank. Ohne seine große Erfahrung nicht nur in inhaltlichen Fragen, sondern auch in Gremienarbeit und Organisation wäre die Leitlinie nicht entstanden.

Mit der Finalisierung der S3-Leitlinie zum Schilddrüsenkarzinom ist ein strategischer Meilenstein erreicht. Die Leitlinie ist in der Intention geschrieben, Patientinnen und Patienten mit malignitätssuspektem Schilddrüsenknoten sicher zu identifizieren und denen mit einem Schilddrüsenkarzinom eine sehr gute Versorgung zukommen zu lassen. Heilung ist das Ziel und dies ohne (relevanten) Schaden anzurichten.

In der Diagnostik werden die Methoden Ultraschall, Szintigraphie und FNP umfassend abgehandelt. Ein wichtiger Baustein wird die strukturiertere Befundung mit Ultraschall sein und auch TIRADS wird uns begleiten. 

Eins muss klar sein: es gibt nicht den einen richtigen Weg. Die Behandlung wird individueller. Dies gilt gerade in den niedrigen Stadien. Abhängig von individuellen Patientenparametern, der Histologie und der Tumorausdehnung öffnet sich das Spektrum der Behandlungsoptionen. „Watch and wait“ ist unter bestimmten Bedingungen ein mögliches Therapiekonzept ebenso wie die Hemithyreoidektomie. Bei welchem Patienten kann man auf eine Radioiodtherapie verzichten? Welche Risikofaktoren führen zur Empfehlung einer Radioiodtherapie? 

Nicht jeder wird allen Empfehlungen zustimmen. 

In bestimmten Bereichen, v.a. der medikamentösen Therapie des radioiodrefraktären DTC, dem MTC und ATC, ist die Entwicklung rasant. Hier müssen Wege gefunden werden, den Fortschritt über regelmäßige Updates zu integrieren.
Wir hoffen, ein attraktives Programm für Sie zusammengestellt zu haben. Mit der Auswahl der Themen und Referent:innen möchten wir den Teilnehmer:innen des Vorkongress-Symposiums die Chance geben, die wichtigen Neuerungen aus erster Hand zu erfahren. 

Um Ihnen auch in Zukunft einen bestmöglichen Überblick über inhaltliche Entwicklungen und Neuerungen des Fachbereits geben zu können, sind wir im Anschluss an die Veranstaltung an Rückmeldungen interessiert. Was hat Ihnen gefallen und was können wir zukünftig besser machen? Es werden Kolleginnen und Kollegen gesucht, die im AA Schilddrüse die thyreologische Zukunft aktiv mitgestalten.

In freudiger Erwartung auf ein spannendes Vorkongress-Symposium grüßt Sie sehr herzlich,
Ihr Matthias Schmidt mit allen Vorsitzenden und Referenten